Lutz Franke - Der Liberale aus der Altmark

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Mittwoch, 28. Juli 2010

Erstes Mitternachtsturnier in Salzwedel / Ziel: Jugendliche mit Fairness überzeugen

Sport statt Langeweile: In der Lessinghalle an der Lindenallee ging es am Freitag zur nächtlichen Stunde heiß her. Im Mittelpunkt stand der Streetball, eine Variante der Sportart Basketball.

Autor: Christian Ziems "Altmarkzeitung"

Nach dem Stationsbetrieb ging es beim Mitternachtsturnier auf dem Spielfeld der Turnhalle Lindenallee zur Sache. Foto: Martin Rieß (Volksstimme)
Training ab 22 Uhr – hier das Werfen mit Lutz Franke (l.) Foto: Christian Ziems (Altmarkzeitung)
Training ab 22 Uhr – hier das Dribbeln mit Lutz Franke (m.) Foto: Martin Rieß (Volksstimme)
Acht Teams beteiligten sich an dem Turnier, dass um Mitternacht begann. Zuvor wurden Übungseinheiten angeboten. Foto: Christian Ziems (Altmarkzeitung)

(Quelle: Altmarkzeitung vom 26.07.2010) "Wir wollen den Jugendlichen eine Alternative für ihre Freizeit bieten und müssen darauf achten, zu welchen Zeiten sie besonders aktiv sind", begründete Lutz Franke, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB), den späten Beginn des Turnieres. Die Veranstaltung startete am Freitag um 22 Uhr, das eigentliche Turnier sogar erst ab Mitternacht. Ziel ist, den Nachwuchs für den Breitensport zu begeistern und damit auch soziale Konflikte sowie Jugendkriminalität möglichst zu verhindern.

Darum wurde auch bewusst ein Streetballturnier organisiert. Damit sollten Kinder sowie Jugendliche Fairness im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch erleben. Um auch jeden Interessierten einen ungetrübten nächtlichen Spaß zu ermöglichen, wurde darauf geachtet, dass Kinder die Erlaubnis ihrer Eltern hatten. Teilweise schauten diese am Freitag auch mit zu.

Das Projekt wird vom Lokalen Aktionsplan des Altmarkkreises unterstützt und konnte bereits Anfang Juli in Kalbe organisiert werden. Am 6. August geht es in der Gardelegener Willi-Friedrichs-Sporthalle rund. Zu der Salzwedeler Veranstaltung kamen rund 25 Freizeitsportler, die von Ehrenamtlichen aus Vereinen unterstützt wurden. Mit dabei war auch Gerd Schönfeld von der Polizei, der mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch kam.

Die Streetball-Mitternachts-turniere sollen übrigens regelmäßig angeboten werden. Sie bieten die Möglichkeit, kostenlos und ohne Verpflichtungen Sport auszuprobieren.

 

Acht Mannschaften jagen nächtens nach dem Ball

(Quelle: Volksstimme vom 26.07.2010 von Martin Rieß) Salzwedel. Laute Musik dröhnt weit nach Mitternacht durch die hell erleuchtete Turnhalle an der Salzwedeler Lindenallee: Mitternachtsturnier im Streetball ist am Freitagabend angesagt. Es ist die zweite Station eines neuen Projektes mit Unterstützung von Kreissportbund, Polizei, Schulen und örtlichen Sportvereinen, das bereits in Kalbe stattgefunden hat und das am 6. August in Gardelegen zum dritten Mal über die Bühne gehen soll.

Eine treibende Kraft an diesem Abend ist Reinhard Geratz vom Salzwedeler Polizeisportverein (PSV). Sonst trainiert er die U 16-Basketball-Mannschaft und fungiert als Sektionsleiter für diese Ballsportart in seinem Verein. Über das Mittenachtsturnier sagt er: "Ich bin wirklich zufrieden. Rund 25 Besucher haben am Stationsbetrieb und am Turnier – die meisten an beidem – teilgenommen." Dass in Kalbe wesentlich mehr Spieler mit von der Partie waren, sei zu erwarten gewesen. Geratz: "Kalbe ist schon lange eine Basketball-Hochburg mit einer hervorragenden Vereinsarbeit."

Knapp die Hälfte am Freitagabend waren Spieler, die noch nicht in einem Verein Basketball spielen. "Sie zu erreichen, das ist eines unserer Ziele", erklärte Geratz.

Vor dem Turnierbetrieb mit dem Spiel von Mannschaften auf einen Korb gab es am Freitag zwei Stunden Stationsbetrieb: An drei Stationen zeigten erfahrene Basketballer den Besuchern Tricks für das richtige Spiel – an der dritten ging es bei Gerd Schönfeld vom Polizeirevier Altmarkkreis um die Gewaltprävention. Denn mit Sport etwas gegen Gewalt zu tun, ist ein Hauptanliegen der Veranstaltungsreihe.

Lutz Franke ist Vorsitzender des Kreissportbundes und spielt selbst mit. Dass bei den Mitternachtsturnieren nicht wie andernorts Fußball gespielt wird, war ihm wichtig. Und das nicht allein deshalb, weil er sich schon lange in Kalbe für den Basketballsport engagiert hat. Er sagt: "Zunächst war es ja auch im Gespräch, Fußball zu spielen. Aber wenn es um Gewaltlosigkeit geht, meine ich wohl, dass Basketball die bessere Wahl ist." Franke bezieht sich damit auf die im Vergleich zum Fußball strengen Regeln, was Fouls angeht.

Mit den drei Turnieren in Salzwedel, Gardelegen und Kalbe soll ein Grundstein für weitere ähnliche Veranstaltungen gelegt werden. Ziel ist es, insbesondere noch nicht in Vereinen organisierte junge Spieler zu begeistern. Und vielleicht – so die Hoffnung von Reinhard Geratz – lässt sich der eine oder andere von diesen jungen Leuten ja auch begeistern, am Training des Vereins teilzunehmen.

Was die Mitternachtsturniere angeht, so hält zumindest Geratz eines pro Vierteljahr für machbar. "Das werden wir aber mit allen anderen Beteiligten erst noch in der Auswertung nach Gardelegen besprechen", erklärt der Basketballtrainer.

 

Mitternachtsturniere im Streetball als Pilotprojekt

(Quelle: Volksstimme vom 28.07.2010 von Martin Rieß) Streetball nach Mitternacht – in drei altmärkischen Städten ist das Wirklichkeit. In Kalbe und Salzwedel sind die ersten Veranstaltungen bereits über die Bühne gegangen. In Gardelegen wird am 6. August gespielt.

In Gardelegen ist es am 6. August so weit: Ab 22 Uhr geht es in der Willi-Friedrichs-Sporthalle richtig ab. Dort gibt es Stationen, an denen ihr eure Fertigkeiten im Basketball perfektionieren könnt: Dribbeln, Passen, Werfen. Eine vierte wird von der Polizei betreut.

Ab 24 Uhr wird es dann auf dem Spielfeld ernst: In Mannschaften drei gegen drei geht es auf einen Korb. Neben Ehrungen für die besten Teams – die sich auch kurz vor Beginn der Spiele zusammenfinden und anmelden können – werden die Spieler ausgezeichnet, die durch ein besonders faires Spiel aufgefallen sind.

Am vergangenen Wochenende hat das Mitternachtsturnier bereits in Salzwedel stattgefunden, zwei Wochen zuvor in Kalbe. In Salzwedel mit von der Partie ist Falko Bergan gewesen: „Ich spiele schon seit einem halben Jahr in der Basketballmannschaft des PSV (Polizeisportverein) Salzwedel“, so der 14-Jährige. Etwas länger dabei ist Maximilian Lumpe, ebenfalls 14 Jahre alt. Er geht selbstbewusst ins Turnier: „Klar, wir wollen gewinnen!“ Wir – das ist die Mannschaft der Basketball Boys. Dass diese sich am Ende durchsetzen, könnte etwas mit der Trainingserfahrung der beiden zu tun haben. Denn ausdrücklich eingeladen zum Mitspielen sind alle jungen Leute, die sonst mit Training und Sportvereinen nicht so viel am Hut haben.

Zumindest was den Streetball angeht, trifft das für die beiden jüngsten Teilnehmer des Turnieres zu: Paul Franke ist zehn Jahre alt und mit seinem Bruder in die Salzwedeler Sporthalle mitgekommen. „Ansonsten spiele ich eher Fußball“, erklärt er. Marcel Teisakowski ist elf Jahre alt, und für ihn ist Streetball auch eher ein exotisches Freizeitvergnügen. „Ich spiele ansonsten Fußball im Reitstadion“, sagt er. Begleitet wird er von seinem Vater – denn wer jünger als 16 Jahre ist, darf nur in Begleitung eines Erwachsenen dabei sein.

Reinhard Geratz vom PSV sieht in den Mitternachtsturnieren, die nach der Station in Gardelegen auch in Zukunft in den drei Städten angeboten werden sollen, eine Chance: „Salzwedel als Hochburg des Basketballs – das wäre doch was“, sagt er. Neben Mitspielern müssten dann aber auch weitere Trainer für Jugendmannschaften gewonnen werden.

Das allerdings ist momentan noch Zukunftsmusik – zunächst steht nun in anderthalb Wochen das Mitternachtsturnier in Gardelegen an.

3 Kommentare

1. OK schreibt:
Mittwoch, 28.07.2010 - 13:07
Hallo Herr Franke, ich finde es einfach Spitze, dass Sie sich als Politiker so sehr für unsere Jugend, den Sport und unsere Region einsetzen. Das Sie beim Mitternachtsturnier mitgespielt haben fand ich schon Klasse. Auch das Sie Kindern in der Bibliothek vorlesen ist toll. Sie reden nicht nur Sie machen auch aktiv was. Machen Sie weiter so - meine Stimme haben Sie. Oliver

2. Anke Kleebauer schreibt:
Mittwoch, 28.07.2010 - 22:11
Sehr geehrter Herr Franke, ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Unterstützung und Hilfe bedanken.
Mit freundlichen Grüßen
Anke Kleebauer
Kalbe (Milde)

3. MM schreibt:
Mittwoch, 04.08.2010 - 17:21
Sehr geehrter Herr Franke,
ich finde es toll, dass die Äußerungen hier so positiv rüberkommen, allerdings fände ich es gut nicht nur auf Presse und Image durch Außenwirkung zu achten, sondern mit Sachpolitik zu überzeugen.
Freunliche Grüße
Müller

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